Donnerstag, 31. Dezember 2015

Gewürzkuchen

Eingestellt von Unknown um 16:50 2 Kommentare
Am 24. Dezember habe ich Herrn Cherry und mir einen leckeren Gewürzkuchen gezaubert. Das ist etwas, was es bei uns alle Jahre wieder gibt und für mich definitiv zur kalten Jahreszeit gehört.

Da dies zwar nicht mein erstes Weihnachten mit der FI, SI und LI ist, aber mein erstes, in dem ich low-Fodmap lebe, bin ich die Rezepte, die ich so seit Jahren in meinem Kochbüchlein habe, einmal durchgegangen. Natürlich, um sie entsprechend anzupassen. Und eines musste es dann  werden. Und zwar dieses hier:



Low-Fodmap Gewürzkuchen:

Zutaten

150 g Dinkelmehl
2 TL Weinsteinpackpulver
2 Messerspitzen Natron

120 g Zucker (für die FI-ler, die keinen Haushaltszucker vertragen: INFO HIER*)
80 g gemahlene Haselnüsse
3 TL Lebkuchengewürz (alternativ Zimt, Kardamon und was ihr sonst noch gerne so in den Weihnachtlichen Kuchen haben wollt).
2 EL Backkakao
2 Eier
100 ml Wasser
(ganz normales Leitungswasser)
2 gehäufte EL Nuss-Nougat-Crème (** Info HIER)
100 ml verträgliches Öl (ich nehme da gerne Rapsöl, weil man damit gut backen kann & es etwas nussig schmeckt)

*Zuckerersatz durch Traubenzucker: ich nehme immer ca 1/3 mehr als im Zuckerrezept angegeben. Somit wären das anstatt 120 g Haushaltszucker ca 160 g Traubenzucker. Ihr könnt natürlich auch mit Reissirup süßen oder anderen Süßungsmitteln, mit denen ihr gute Erfahrung gemacht habt. Am besten einfach den Teig probieren und entsprechend nachsüßen).

** Entweder ihr nehmt die laktosefreie Variante (die nehme ich immer), oder die Fi-ler, die keinen Haushaltszucker vertragen nehmen einfach geriebene Schoki, die mit Traubenzucker gesüßt wurde. Oder einfach etwas mehr Backkakao. Diese extra Schoki ist hier nicht "lebensnotwendig".



Zubereitung:

Jaaaaaaaaaanz einfach. DAS finde ich fast das schönste an dem Rezept: Ihr braucht ausnahmsweise mal keine Küchenmaschine. Einfach alles in eine genügend große Schüssel kloppen, mit einem Löffel oder Rührlöffel gut durchmischen. Nochmal provieren und feddisch....

Backen:

180 C Umluft, ca 30 min.

So steht es in meinem Rezept, allerdings braucht mein Kuchen meistens ein bisschen länger. Ergo: Am besten wie immer die Stäbchenprobe machen.

Am Schluss bestreue ich den Kuchen gerne noch mit Puder- oder Traubenzucker.




 




Samstag, 19. Dezember 2015

Ok ... jetzt dreht sie wohl völig durch (oder: Waschmittel selbst herstellen)

Eingestellt von Unknown um 17:04 1 Kommentare
Den ersten Teil der Überschrift würde wohl von meiner Mutter kommen :-)

Also nicht, dass meine Mutter mich für ein wenig bekloppt hält ... Wobei,  wenn ich da so genau drüber nachdenke ... Manchmal schon. Und zwar in Form von "I am living in my own world. But ... don't worry. No problem ... they know me there". Aber generell hat Mutti recht wenig Angst um meine mentale Gesundheit :-)

Die Sache rührt eher daher, dass klein Cherry aufgrund ihrer vielen Lebensmittelintoleranzen (und eines Mannes mit Colitis Ulcerosa) fast alle Lebensmittel selbst zubereitet. Somit auch das Brot, die eigenen Nudeln und all diese Dinge, die ein Haushalt, selbst wenn er immer frisch kocht, zur Zeitersparnis auch fertig kauft. Wer mal ein wenig in meinem Blog gelesen hat, weiß das. Wenn ich mal bei meiner Mutter esse, die übrigens eine hervorragende Köchin ist, macht sie es mir nach. Sie hält sich akkurat an Töchterchens low-fodmap Diätplan und daher weiß sie auch, wie viel Extraarbeit manches darstellt. Oftmals muss ich sogar zwei Mahlzeiten kochen, weil Herr Cherry und ich nicht die gleichen Dinge essen dürfen.

Dass ich jetzt anfange, auch noch WASCHMITTEL selbst herzustellen, würde ihr wohl ein Runzeln auf die Stirn zaubern, gefolgt von einem schmunzelnden Kopfschütteln.





Aber alles mal der Reihe nach.

Herr Cherry, der auf Waschmittel leider ziemlich allergisch reagiert, war für diese Überlegung eigentlich die Initialzündung. Ich musste mal wieder das einzige Waschmittel, das mein Göttergatte verträgt, wechseln, weil unsere Drogeriefiliale leider keines mehr im Regal hatte. Also hatte ich einfach mal ein anders mitgenommen, (bei ihm macht es übrigens keinen unterschied, ob Okö oder Chemie). Resultat: Schlimmste Ausschläge und Herr Cherry am Fluchen. Allerdings nicht über mich, sondern über die Tatsache an sich.

Dann kam von ihm folgender Satz: "Könnte man nicht einfach Kernseife nehmen? Da ist doch so gut wie nichts drin und schließlich mixt du sonst  ja auch  fast alles selbst zusammen". Letzters war bezogen auf meine Tees, meine Tinkturen, Liköre (die ich nur verschenke, ich trinke ja keinen Alkohol) etc pp.

Zuerst war ich überrascht, dann dachte ich mir jedoch: "Hey, ich färbte ab!" Was habe ich mich gefreut.

Dann wurde recherchiert, von einer lieben anderen Bloggerin, die ich über ein Forum, in dem ich Moderatorin bin, kenne, bekam ich auch noch tolle Tips. Und dann? Gings ratzfatz. Cherry stand in der Küche, bereitete ihr allererstes selbst gemachtes Waschmittel zu und ... war glücklich :-) Und nicht nur ich, Herr Cherry ist auch total happy. Wenn ich so richtig drüber nachdenke, hat das Ganze NUR Vorteile

  • Herrn Cherrys Haut bleibt ausschlagfrei
  • Frau Cherry muss nicht mehr schleppen
  • Unser gemeinsamer Geldbeutel wird geschont
  • Und nicht zu vergessen wird natürlich auch noch die Umwelt geschont
Nachdem das so toll geklappt hat, habe ich mir auch gleich noch 2 Büchlein gegönnt. Einmal das DIY Putzmittel (das war eine Empfehlung von der lieben) Luana Wiesentau . Und dann noch das DIY Büchlein "Heilsalben". Letzters ist nun kein Neuland für mich, aber man lernt ja schießlich niemals aus.



Als Anleitung für mein erstes, selbstgemachtes Waschmittel habe ich diese hier genommen ... und zwar vom Blog Stoffwickelei.  Ich hatte mir ja einige Anleitungen durchgelesen, diese finde ich aber ehrlich gesagt am besten. Kinderleicht und dazu noch wunderbar bebildert.

 Gewaschen wurde selbstverständlich auch schon ... und auch hier kann ich nur sagen: TOP!

Samstag, 29. August 2015

Meine Woche in Bildern

Eingestellt von Unknown um 09:13 1 Kommentare












Italienischer Nudelsalat (low-FODMAP, glutenfrei, fruktosearm, laktosefrei, vegan)

Eingestellt von Unknown um 08:48 0 Kommentare


Ich liebe Nudeln ... ich darf aber kein Weizen essen. Aber: Ich vermisse Nudeln :-)

Richtig schlimm ist das ja theoretisch nicht, da ich Reisnudeln für mich entdeckt habe, die meines Erachtens zieeeeeeeeemlich nah an "normale" Nudeln kommen. Allerdings sollte man bei Reisnudeln immer auf die Inhaltsstoffe achten, da gibts natürlich auch wieder welche, die vollgestopft mit Sachen sind, die gar nicht gut sind.

Beim Grillen allerdings habe ich in letzter Zeit echt ein Problem: Was esse ich bitte zum Grillfleisch / der Grillwurst? Dinkelbrötchen,? Klar ... grünen Salat? Auch klar. Aber so eine tolle Alternative zum Grillgemüse & dem Kartoffelsalat, die ich ziemlich vermisse ist das eigentlich nicht.

Deshalb habe ich mir einen Nudelsalat ausgedacht, der aus Reisnudeln besteht.





ITALIENISCHER NUDELSALAT

Zutaten:

Reisnudeln
Salz
Basilikum (halber Bund)
EL Pinienkerne
Öl mit Knoblaucharoma*
Öl
Balsamicoessig




Zubereitung:

Die Reisnudeln nach Packungsanweisung abkochen.

In der Zwischenzeit das selbsgemachte Pesto zubereiten.

--> Basilikumblättchen abreißen, Salz, Pinienkerne, Schuss Knobiöl und normales Öl in einen Topf und entweder mit dem Stabmixer oder Thermomix (oder einem Küchengerät eurer Wahl) kleinhäckseln.

Oliven in kleine Stücke schneiden.

Entweder frischen Spinat kleinschneiden oder tiefgefrorenen Blattspinat auftauen.

Reisnudeln absieben, abkühlen lassen & danach in eine Schüssel geben.

Kleingehackte Oliven & Spinat dazu geben, selbst gemachtes Pesto hinzu, alles durchmischen. Danach Balsamico hinzugeben und bei Bedarf noch ein wenig Öl. Alles nochmal abschmecken und durchziehen lassen.



Bemerkung:

* Knoblaucharoma: Es gibt Öl, das mit Knoblaucharoma angereichert ist. Dh es schmeckt nach Knoblauch, es befindet sich aber keiner (oder nur geringste Mengen) darin. Muss man ausprobieren, ob man es verträgt.Ich vertrage 1-2 TL sehr gut. Da der Knoblauchgeschmack sehr stark ist, reicht das für gewöhnlich auch aus, um in die Gerichte der Wahl einen kleinen Knobigeschmack hinzuzuzaubern. Einen weiteren Vorteil hat es auch noch: Man stinkt danach nicht nach Knobi :-D

Allerdings sollte man auch hier aufpassen, denn es gibt Öle, bei denen der Knoblauch wirklich gepresst wurde und sich somit noch "echter" Knobi im Öl befindet. Ich persönlich würde von diesem Öl abraten. Allerdings vertrage ich auch weder Knobi, noch Zwiebel.

Käse: In meinem Pesto ist kein Käse drin, weil mein Mann keine Milchprodukte zu sich nimmt. Natürlich kann man gerne Parmesan mit dazu geben. Hätte ich jetzt gemacht, wenn ich den Salat nur für mich gemacht hätte. Dann ist er natürlich nicht mehr vegan, aber noch immer laktosefrei, da Parmesan so gut wie keine Laktose hat. (Bitte beim Kauf aber nochmal auf Nährwertangaben schauen).

Mengenangaben: Ich habe absichtlich keine Mengenangaben mit dazu geschrieben, weil ich finde, dass es da wirklich aufs Abschmecken ankommt. Manch einer mag es salziger, der andere würziger, wieder jemand liebt es, wenn der Balsamicogeschmack stärker durchkommt.

Gemüse im Salat: Man kann den Salat selbstverständlich noch mit jegleichem anderen, verträglichen Gemüse "pimpen". Gerade getrocknete Tomaten oder frische Cocktailtomaten wären sicherlich der Hit. Ich persönlich vertrage aber weder das eine, noch das andere und eben auch kein sonstiges Gemüse. Und Salatgurken empfand ich in einem Nudelsalat jetzt nicht so als die perfekte Ergänzung. Daher ist der Gemüseanteil in diesem Rezept sehr ... sagen wir einmal "überschaulich" ... gehalten :-)

Noch ein paar Ideen zum Rezept: Was ich mir allerdings noch gut vorstellen könnte (obwohl es kein Gemüse ist): Putenbruststreifen, Schinken, oder Thunfisch mit drin. Dann ist das Ganze natürlich auch nicht mehr vergan, aber es wäre vielleicht eine Idee für ein "Büroessen". Speziell für die Personen, die - mangels Mikrowellengerät - genauso "tuppern" müssen wie ich. 

Also, wenn ihr Lust habt, einfach mal ausprobieren. Und sollte irgendwer mal Lust haben, eines meiner Rezepte auszuprobieren, würde ich mich über ein Feedback freuen.

Sonntag, 23. August 2015

Dinkel-Chia-Hirse Cookies (laktosefrei, fruktosearm, vegan)

Eingestellt von Unknown um 18:28 0 Kommentare



Zutaten:

250g Dinkelmehl Typ 630
90 g  Haushaltzucker

100 g Kokosöl
30 g   Hirseflocken
20 g   Chiasamen
1/2     Päckchen Weinstein Backpulver

Zubereitung:

Alle Zutaten des Teiges vermischen und mit den Händen durchkneten.

Die Konsistenz des Teiges erinnert an einen Mürbeteig.

In mehrere kleine "Bälle" formen, die zu "Würsten" formen, in Frischhaltefolie einrollen und ca 2 h im Kühlschrank fest werden lassen.

Danach die Rollen in Scheiben schneiden und die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Bei 180 C Ober- Unterhitze ca 15 min backen.

Wichtige Anmerkungen:

--> Beim Backen bitte ausprobieren - die Backzeit und Temperatur ist je nach Herd verschieden. Die Kekse sollten nicht zu dunkel werden, die Konsistenz ist am Ende ähnlich wie Shortbread.

Wer möchte, kann das Kokosöl selstverständlich durch Butter ersetzen. Außerdem kann es - je nach Mehlart, die man verwendet - sein, dass man noch ein wenig mehr "Fett" nachgeben muss. Das sieht man aber an der Konsistenz des Teiges, weil er dann zu krümelig ist und man keine Kugel geformt bekommt.

Ich weiß natürlich, dass nicht jeder FI-ler Haushaltszucker verträgt, daher kann der Zucker selbstverständlich mit dem Süßungsmittel der ersten Wahl ausgetauscht werden.





Kartoffel-Spinattaler (laktosefrei, fruktosearm, low-FODMAP, vegan)

Eingestellt von Unknown um 16:49 0 Kommentare
Gestern Abend hatten wir Lust auf Kartoffeln und auf Spinat. Eigentlich hätte ich ja den Klassiker "Spinat mit Salzkartoffeln und Ei" machen können, aber Herr Cherry mag Blattspinat einfach lieber.

Also hatte ich die Idee, Taler aus Kartoffeln und Spinat zu produzieren, dazu dann noch so eine ordentliche Portion Blattspinat mit aufs Teller zu hauen und uns obendrauf noch ein schönes Spiegelei zu gönnen.

Also habe ich mich an die Arbeit gemacht und heraus kam das einfachste Kartoffeltaler Rezept der Welt:


Zutaten:

500 g Kartoffeln, gekocht und geschält (vorwiegend festkochend)

Ein Päckchen TK-Blattspinat, aufgetaut & ausgedrückt (damit der Teig nich zu nass wird)

Salz, Pfeffer, Muskat

Pfanne und Öl für die Pfanne

Zubereitung:

Die gekochten und geschälten Kartoffeln durch eine Kartoffel- oder Spätzles-"Presse" pressen.

Zerdrückte Kartoffeln mit Salz, Pfeffer, Muskat und sonstigen Gewürzen, die man verträgt und mag, würzen.

Spinat hinzugeben und alles vermengen.

Kleine Kugeln daraus formen, die man dann platt drückt

Alles in einer Pfanne mit genügend Öl anbraten.

ACHTUNG:

Die Taler sind innendrin recht weich, da weder Ei noch Mehl darin sind. Wer es lieber "fester" mag, kann in den Teig gerne noch 1 Ei geben, muss dann aber entsprechend mit einem Mehl seiner Wahl "nachhelfen", dass der Teig dann auch wieder eine "knetbare" Konsistenz bekommt. Dann sind die Taler natürlich nicht mehr glutenfrei und auch nicht mehr vegan :-)

Leider wird es das bei uns nicht geben in nächster Zeit, da ich ja gestern entdeckt habe, dass ich keine Kartoffeln vertrage. Geschmacklich fand ich die Taler aber eine tolle Abwechslung zu sonstigen Kartoffelgerichten.

Gedanken zur den Nahrungsmittelintoleranzen und FODMAP

Eingestellt von Unknown um 16:39 0 Kommentare
Ich gehe mal davon aus, dass sich die nächsten Posts auf meinem Blog verstärkt um Rezepte und Gedanken zu den Nahrungsmittelintoleranzen drehen werden. Denn das ist es, was mich gerade umtreibt.

Wie ich ja schon vor ein paar Tagen geschrieben hatte, hatte ich mich dazu entschieden, meine Ernährung - gezwungenermaßen - umzustellen. Warum? Ganz einfach ... Die Probleme, die jeder, der NMIs hat, kennt: Bauchschmerzen, einen riesen, aufgedunsenen Babybauch und ... nun ja, auf den Rest möchte ich nicht näher eingehen.

Ich muss dazu sagen: Ich bin diagnostiziert. Ich habe eine Fruktoseintoleranz, eine Latkoseintoleranz und eine Sorbitintoleranz. Es ist jetzt also nicht so, dass das "irgendwie auf meinem Mist gewachsen ist". Und dennoch wird man ja als Patient alleine gelassen.

Ich habe lange fruktosearm gelebt und trotzdem - obwohl es recht gut Phasen gab - war ich nie wirklich beschwerdefrei. Das kann einen dann schon einmal zweifeln lassen. Und nicht nur das: Die letzten Wochen sind - trotz fruktosearmer Ernährung (und ich weiß, dass meine Toleranzgerenze recht niedrig ist) - meine Beschwerden wieder so dermaßen stark geworden, dass eine andere Lösung her musste.

Und dann stieß ich auf FODMAP und auf einmal wurde mir alles klar ... Ich will mich selbst zu FODMAP gar nicht so äußern, denn da gibts echt ein paar gute Blogs, die super erklären, worum es geht.

Zum Beispiel diesen hier: 

http://www.fodmap-info.de/

Kann ich übrigens nur empfehlen. Natürlich ist klar, dass ich als FI-ler auch noch die Lebensmittel meiden muss, die ich aufgrund der FI nicht vertrage. Aber das ist ja nur logisch.

Seit ein paar Tagen lebe ich jetzt nach diesem low-FODMAP Prinzip und ich will ja nicht zu früh feiern, aber ich könnte weinen vor Freude. Mein Bauch ist flach(er), die Symptome besser und ich bin total überrascht. Ich habe gestern sogar rausgefunden, das sich keine Kartoffeln vertrage, dafür aber Dinkel. Das wäre mir wohl sonst niemals passiert. Ich habe nämlich seit der Diagnose fleißig Kartoffeln gefuttert, weil sie die meisten FI-ler ja vertragen. (Tja, die meisten, aber ich wohl nicht).

Und Fencheltee habe ich auch literweise in mich reingegossen. Denn ich mag ihn ja und bekannterweise soll er ja auch gut bei Magen-Darm-Helfen. Naja, außer für Bauch-Geplagte wie mich. Fencheltee ist nämlich recht hoch in FODMAP.



Low - FODMAP - Abendessen mit Reisnudeln


Die Vergangenheit ...

Natürlich machte ich mir dann auch Gedanken über meine Vergangenheit und die "weisen Ernährungstips", die man immer bekommt.

So richtig schlimm wurden nämlich meine Intoleranzen erst, als ich anfangen mich "gesund" zu ernähren. Nun ja, gesund, wie es der "Normalo" eben so versteht. Ich habe mich noch nie von Fastfood ernährt, immer so gut wie alles selbst gekocht (da ich auch wusste, dass ich Geschmacksverstärker schlecht vertrage) und immer auf unverarbeitete Lebensmittel geachtete. Aber ich habe definitiv nicht low-carb gelebt. Dafür liebe ich Nudeln und frisches, noch warmes Brot, mit einem Stück Butter darauf viel zu sehr.

Aber ich habe es durchgezogen, obwohl ich mich eigentlich damit gar nicht wohlgefühlt habe. (Und trotzdem hatte ich nicht auf mein Gefühl gehört. Im Gegenteil. Ich bekam doch tatsächlich ein schlechtes Gewissen, wenn ich die bösen "Carbs" gegessen habe. Denn low car ist bessser ... sagen sie alle).

Ich habe viel Gemüse gegessen, Vollkornprodukte und mich - wie oben beschrieben -  hauptsächlich "low carb" ernährt. So macht man es ja. Sagen alle. Außerdem hatte ich wieder mit dem  Sport angefangen, da hilft Sport treiben alleine ja nichts, auch die Ernährung musste stimmen.

Nach 6 Monaten hatte ich folgendes Ergebnis am Hals:

- Einen Bauch, der explodieren wollte
- Bauchkrämpfe
- Verstopfung
- Mein Hashimoto hatte wieder losgeschossen und meine SD-Werte waren so dermaßen im Keller, dass ich sogar mit dem Sport aussetzen musste.
Außerdem fielen mir (durch die SD), die Haare aus, ich war (per Bluttest nachgewiesen) permanent im Unterzucker und meine Nieren funktionierten irgendwie nicht mehr richtig. Alles nicht "extrem schlimm" aber doch so schlimm, dass mein Arzt die Notbremse zog. (Nach 6 Wochen und einer Erhöhung der SD-Hormone war wieder alles im Lot, auch die Haare wuchsen wieder)
- 4 kg mehr auf der Waage
- Ein Körpergefühl, das quasi gar nicht mehr existent war. (Ich bin eigentlich ein Mensch, der prima mit seinem Körper kommuniziert. Gerade auch: Habe ich Hunger, habe ich keinen? Aber wenn dein Bauch permanent geschwollen ist und schmerzt, funktioniert diese Kommunikation einfach nicht mehr).

Und was war das Ergebnis meiner Gedanken?

Es gibt kein "das ist gesund". Ich ernähre mich gerade hautpsächlich von Kohlenhydrante (Reis, Reisnudeln), Fleisch und Milchprodukten, da weder irgendwelches Gemüse noch Obst geht. Und es geht mir und meinem Bauch blendend. Und zugenommen habe ich auch nicht. Meinen geliebten Sport treibe ich natürlich auch weiter.

Da würde jetzt wohl jeder Trainer in meinem Fitnesstudio die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber da lächle ich nur müde. Ich glaube einfach daran, dass unsere Körper genau so individuell sind wir wir selbst. Und was für den einen "gesund" ist, ist es für den anderen eben nicht.

Aber boah, was hab ich lange gebraucht, das zu verstehen.

Versteht mich nicht falsch: Das soll bitte keine Hetzkampagne gegen alle Low-Carb-Jünger, gegen die Paleo-Fraktion oder sonst wen sein. Mein Mann zB lebt so und fühlt sich pudelwohl. Aber es soll ein Pladoyer dafür sein, einfach öfters auf sich und seinen Körper zu hören, anstatt auf andere. Kein Konzept der Welt ist so intelligent und so ausgeklügelt, wie es unser eigener Körper ist. Das geht einfach nicht, denn dafür müsste man bis ins kleinste Detail verstehen, wie genau was in unserem Körper funktioniert. Soweit ich weiß, ist dies noch keinem Wissenschaftler gelungen.

Und eigentlich kann unser Körper uns uns doch auch ganz genau sagen, was uns gut tut und was nicht. Wir müssen nur wieder lernen, auf ihn zu hören. Genau hinzuhören. Ich freue mich, dass ich das gerade wieder mache & lerne und FODMAP mir dabei hilft.

Und trotzdem bin ich froh, dass es alles so kam wie es kam, denn die NMIs hatte ich ja dennoch. Nur durch das "Provozieren" durch die "vermeintlich" gesunde Ernährung wurde alles so schlimm, dass endlich mal die Ärzte darauf aufmerksam wurden und mich schlussendlich diagnostizierten.

Ich für mich sage mir mittlerweile: Gesund ist, was mir gut tut.

Jetzt trete ich einfach mal die nächste Reise mit den NMIs an und werde hier ein wenig "Reisetagebuch" führen.

Impressum

Dies ist ein rein privater Blog und benötigt daher nach deutscher Rechtssprechung kein Impressum.

Wer mich allerdings dennoch erreichen muss, kann, will, möchte, kann dies unter: itsjustcherryblog@gmail.com tun.

Herzliche Grüße

Cherry
 

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